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Mittwoch, 2. März 2016

NITA STRAUSS - IBANEZ GUITAR CLINIC MÜNCHEN

IBANEZ beschert den Gitarrenfreaks in Europa zur Zeit ein besonderes musikalisches sowie optisches Highlight und bringt im Rahmen der Ibanez Wide Variety Tour 2016 den aufkommenden Stern NITA STRAUSS in auserwählte Musikläden, wo sie in intimer Atmosphäre ihr Talent unter Beweis stellt. Nita Strauss belegt in der Liste der bedeutendsten Gitarristinnen den ersten Platz und tourte unlängst als neues Mitglied der ALICE COOPER Band im Vorprogramm von MÖTLEY CRÜE um die Welt nachdem sie vor allem durch die weibliche Coverband THE IRON MAIDENS ins Musikgeschäft einstieg. Zudem spielt sie auch völlig berechtigt bei der Wahl der „Hottest Chicks in Hard Rock“ stets eine ganz große Rolle…
Ob deswegen das Publikum, das sich am Freitag Abend in die kleine schnucklige Münchner Bar X-CESS quetscht zu gut 90 % aus männlichen Fans besteht oder ob es an der von Nita Strauss beschriebenen Problematik liegt, dass es generell immer noch weniger Gitarristinnen gibt, da diese ein schweres Los gezogen haben, gegen die männliche Konkurrenz und Vorurteile zu kämpfen, kann man nicht mit Gewissheit sagen. Jedenfalls erleben die Teilnehmer eine bestens gelaunte Nita Strauss, die mit ihrer natürlichen und erfrischenden Art und ihrer beeindruckenden Fingerfertigkeit alle in ihren Bann zieht. Starallüren - Fehlanzeige! Und das obwohl sie vor kurzem mit legendären Kalibern wie Alice Cooper oder Steven Tyler die Bühne teilte. Der Funke springt in der intimen Atmosphäre somit schnell auf die Gäste über, die während der Kostproben „The Trooper“ von IRON MAIDEN (begleitet von KISSIN´ DYNAMITE-Gitarrist Jim Müller) sowie „Eighteen“ und „Poison“ von ALICE COOPER lauthals mitgrölen. Das Publikum wird von Nita später auf ihrem Twitter-Account sogar als das lauteste der ganzen Clinic-Tour ausgezeichnet. Das  Metalgirl aus LA spielt sich geradezu in Ekstase, wirft die blonde Mähne nach hinten und strahlt während ihrem Spiel immer wieder über das ganze Gesicht. Diese Frau hat definitiv Spaß an dem was sie tut! So schwärmt sie auch, wie großartig es für sie ist, durch Europa zu reisen und mit den Fans über ihre Lieblingsbeschäftigung zu diskutieren. Zwischen den Songs steht sie dem Publikum Rede und Antwort und gibt zahlreiche Tipps und Einblicke in ihr Leben. Mit 13 Jahren begann sie sich der Gitarre zu widmen und ihrem Idol STEVE VAI nachzueifern, die erste Gitarrenstunde hatte sie jedoch tatsächlich erst vor 2 Jahren. Nachdem sie für Alice Cooper vorspielte, entgegnete man ihr, dass sie keine klassische Rockgitarristin sondern eine Shred-Gitarristin sei. Also nahm sie zum ersten mal die fremde Hilfe eines Gitarrenlehrers in Anspruch und studierte innerhalb 2 Wochen das komplette Programm von Alice Cooper ein. Sie hofft, dass andere von ihren Fehlern lernen, und sich nicht vor anderen Genres und Ratschlägen anderer verschließen. So hatte sie nie Scheu davor, während Tourneen an der Umkleidekabine prominenter Kollegen wie beispielsweise SKID ROW zu klopfen um nach einem bestimmten Riff oder einer Spieltechnik zu fragen. Sie hat sich schon immer mit den besten aus der Branche gemessen, orientierte sich nicht an den bekannten Gitarristinnen oder dem besten Gitarristen ihrer Schule, sondern an ihrem großen Vorbild Steve Vai. „Think in big pictures!“ rät sie. Dabei gäbe es jedoch kein richtig oder falsch, jeder hat seine eigene individuelle Spielweise oder Technik, die er sich intuitiv angelernt und angewöhnt hat. Vor allem dürfe nicht der Kopf bzw. zu viele Gedanken das Gitarrenspiel beeinflussen und beeinträchtigen, es wird allein durch die Finger und das Herz bestimmt. So schaltet sie ihre Gedanken vollkommen ab während sie auf der Bühne vor tausenden von Menschen ihr Solo spielt und lässt sich von der Kulisse nicht erschrecken. „Wenn ich das Solo vor 5 Leuten spielen kann, dann kann ich das gleiche genauso gut vor 10 000 Leuten“, berichtet sie voller Überzeugung. An dem Solo an sich ändere sich schließlich nichts. Falls man auf der Bühne Unsicherheit beim Solo besitzt oder 5 Minuten vor der Show nochmal die Noten durchgehen muss, ist das nur ein Zeichen, dass man nicht hart genug geübt hat, sagt sie mit strengem Blick und sofort beschleicht mich ein schlechtes Gewissen… Selbst mit verbundenen Augen oder kurz nachdem man aus dem Schlaf gerissen wurde, müsse man seinen Part fehlerfrei beherrschen. Allerdings nötigt ihr es schon eine ganze Menge Disziplin ab, sich in einer Band mit insgesamt 3 Gitarristen auf ihren Part zu beschränken und nicht unnötige Noten zu spielen um zusammen keinen unsauberen Soundbrei zu erzeugen. Sie gibt zu, dass sie am liebsten natürlich immer volles Brett spielen würde und feuert dabei zu Demonstrationszwecken mit einem verschmitzten Lächeln den Riff von „Billion Dollar Babies“ ab und lässt ihre Ibanez ungehalten aufheulen. Natürlich wird auch noch ein bißchen Werbung für die Firma gemacht, für die sie momentan durch Europa reist, und Nita Strauss preist ihre besonders schmale und leichte Sonderanfertigung an, die ihr ermöglicht, sich voll und ganz auf ihr Spiel zu konzentrieren und die manchem Kollegen die ihr Model ausborgte einen neidischen Kommentar abrang, weil sie so einfach zu spielen ist. 
„It’s important to fall in Love with your instrument over and over again“ gibt sie ihren Jüngern, die an ihren Lippen kleben mit auf den Weg. Bevor es zur Autogrammstunde übergeht, greift sie nochmal zu ihrer Gitarre und spielt den ersten Alice Cooper Song den sie im Radio hörte: Poison. 
Ich bin gespannt welchen Werdegang Nita Strauss noch nehmen wird, ein eigenes Soloalbum ist bereits angekündigt, auf dem bestimmt einige prominente Gäste vertreten sein werden. Wenn sie ihre Natürlichkeit behält, wird sicher noch vieles von ihr zu hören sein. Doch nun heißt es für mich erstmal üben, üben, üben … es wartet viel Arbeit ;)



Montag, 4. Januar 2016

RIP MÖTLEY CRÜE

Das war es. 
Nach 34 Jahren Bandgeschichte, einer zweijährigen Abschiedstour und einem allerletzten Konzert am Silvesterabend in L.A., hat sich meine Lieblingsband Mötley Crüe tränenreich von der Bühne verabschiedet. Zeit für einen persönlichen (Warnung:) nostalgischen und sentimentalen Rückblick meinerseits! 
Es war im Jahr 1991 als die Highschool-Komödie „Wie der Vater, so der Sohn“ über den elterlichen Röhrenfernseher flimmerte und nach etwa der Hälfte des Films Schauspieler Dudley Moore die Stereo-Anlage aufdrehte und zu „ALL IN THE NAME OF…“ auf dem Esstisch kreischend und umhersprang. Der prägnante Beat in Verbindung mit diesem durchdringenden Rock’n’Roll-Riff und der kreischenden Rockröhre hat mich so gepackt, dass ich in meiner jugendlichen Euphorie am liebsten ebenfalls auf den nächsten Tisch springen wollte. Stattdessen hab ich den Abspann abgewartet, rannte mit dem notierten Bandnamen „MÖTLEY CRÜE“ zum nächsten CD-Verleih (ja sowas gab es damals, lange vor iTunes und Youtube) und holte mir das entsprechende Album „GIRLS, GIRLS, GIRLS“. Wenig später erkannte ich, dass ein anderes Album dieser Gruppe schon seit Wochen über die Boxen meines Bruders lief: DR. FEELGOOD! Also plünderte ich die CD-Regale meine Bruders und des lokalen Musikgeschäfts und ließ die Lieder auf meinem Discman rauf und runter spielen - ich hatte schließlich 10 Jahre aufzuholen! Vor allem der rohe ungebändigte Gitarrensound von Mick Mars´ immer wieder aufheulender Stratocaster und Vince Neils hohe und charakterstarke Stimme faszinierte mich von Anfang an. Auch wenn die Songs vielleicht nicht die Genialität mancher Werken von Guns N’ Roses aufweisen, zogen mich mich diese rotzigen kompromisslosen Stücke à la „TOO FAST FOR LOVE“ und „KICKSTART MY HEART“ oder die eingängigen Glam Metal-Songs wie „SAME OL’ SITUATION“ genauso in den Bann wie das Auftreten der aufsässigen Rebellen, die das „Sex, Drugs & Rock'n'Roll“-Motto bis zum exzessiven Überdruss verkörperten (nachzulesen in der berüchtigten Biographie „The Dirt“). Das Erscheinungsbild bewegte sich zwischen The Sex Pistols, Van Halen und Mad Max, wobei sich Mötley Crüe doch von Album zu Album sowohl musikalisch als auch outfittechnisch immer wieder neu erfand, ohne dabei die Wurzeln ihrer Musikrichtung aus den Augen zu verlieren. 
Doch wie sich herausstellte, hatte ich mir nicht den besten Zeitpunkt ausgesucht, um mich in diese Band zu verlieben. Bereits ein Jahr später wurde Sänger Vince Neil wegen Streitigkeiten mit den restlichen Mitstreitern kurzerhand gefeuert. Es gelang mir, ein Jahr lang das neue Album „MOTLEY CRUE“ mit Ersatzmann John Corabi zu boykottieren. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass auch diese Platte eine prächtige ist, die einige Schmuckstücke enthält, doch komplett war die Band für mich nur in der originalen Besetzung. Vier so unterschiedliche Persönlichkeiten, die sich im Laufe der Jahre liebten und haßten, sich prügelten und versöhnten und in Kombination zu viert eine wahnsinnig explosive Energie versprühten. Tommy Lee, das chaotische und impulsive Riesenbaby, Nikki Sixx der Songwriter und Denker, Mick Mars der düstere und eigentlich völlig liebenswerte Eigenbrötler und Vince Neil der wasserstoffblonde Sunnyboy und Lebemann. 
Dementsprechend ließ ich einen Jubelschrei los, als ich im Jahr 1997 zufällig auf die neue Single „Afraid“ des Albums „GENERATION SWINE“ gestoßen bin und meinen Ohren kaum glauben konnte: Vince ist zurück! So kam es, wie ich es nicht mehr für möglich gehalten hatte, dass ich meine Helden tatsächlich wiedervereinigt live erleben durfte! Zum ersten mal im Jahr 2005 bei Rock im Park (Mötley Crüe hab ich somit auch mein erstes Rockfestival und meine folgende Festival“karriere“ zu verdanken) und in den Folgejahren vier weitere Male, u.a. in Wembley und ein allerletztes mal während der Abschiedstour in Stuttgart! (siehe Konzertbericht) 
Auch wenn die Bad Boys aus L.A. in Deutschland fast in Vergessenheit geraten sind („Da spielt Tommy Lee mit“ - „Achso!“), sich die Youtube-Gemeinde über Neils wachsende Pfunde auslässt und die Musik von manchen Kritikern für überholt erklärt wurde, hörte mein Herz nie auf für Mötley Crüe zu schlagen und ihre Lieder begleiteten mich in den letzten 24 Jäheren durch sämtliche Lebenssituationen und katapultierten mich notfalls aus manchem Stimmungstief. Es verging wohl kaum ein Tag, an dem ich nicht mindestens einem Crüe-Song zuhörte, egal ob ich mich zuhause, am Strand von Ibiza oder in Shanghai befand und daran wird sich in Zukunft wohl auch nichts ändern. Trotzdem beschleicht mich eine gewisse Traurigkeit, dass diese Bandgeschichte nun zu Ende erzählt und das letzte Kapitel geschlossen wurde. Als Trost bleiben die neuen Soloprojekte wie Sixx:A.M., sowie die angekündigte Veröffentlichung des finalen Konzerts auf DVD ... und darüberhinaus die leise Hoffnung, Mötley Crüe möge in Zukunft ein weiteres Mal die Regeln brechen …
Bis dahin: RIP MÖTLEY CRÜE! 





Freitag, 13. November 2015

MÖTLEY CRÜE - Konzertbericht Schleyerhalle Stuttgart

Ein letztes „Wow!“ kreischt Frontman Vince Neil nach der Zugabe „Home Sweet Home“ ins Mikro und nach einem gigantischen Spektakel voller Explosionen, Feuer, Konfetti, einigen Runden Bier und altbekannter Metal-Hits, kann ich mich dem nur anzuschließen und glückselig feststellen, dass dieser Abend wohl zu den besten meines Lebens gehört. Mit einem großen Knall verabschiedet sich Mötley Crüe im Rahmen ihrer Abschiedstournee vom deutschen Publikum in Stuttgart, die leisen Töne waren auch nie so wirklich ihr Ding. 
Doch alles der Reihe nach! Wie ein kleines Kind vor Weihnachten zählte ich schon seit Monaten die Tage runter, bis ich mich von meiner langjährigen Lieblingsband, deren Songs mich seit 24 Jahren begleitet haben (die ersten 10 habe ich verpasst), Abschied nehmen kann. Also muss ich zugeben, dass von mir vermutlich kein objektiver Bericht zu erwarten sein wird, doch selbst als neutraler Beobachter dürfte man sich äußerst schwer tun nach diesem Konzert einen Grund zum Meckern zu finden. Der einzige Wermutstropfen ist die höchstens halb gefüllte Schleyerhalle, und das 2 Tage nachdem die Truppe in London eine ausverkaufte Wembley-Arena zum Kochen brachte. Zum einen wurden die deutschen Fans mit einer zwischenzeitlichen 12-jährigen Abwesenheit der Band in den letzten Jahrzehnten wohl zu sehr vernachlässigt, zum anderen dürften die Ticketpreise über 80 Euro so manchen sparsamen Schwaben abgeschreckt haben. Doch es ist mitnichten so, dass die Stimmung darunter leidet - im Gegenteil, man kann davon ausgehen, dass es sich bei dem erlesenen Kreis um wahre Crüeheads handelt, die jedes Lied lauthals mitgrölen und mit „Crüe“-Rufen die Glamrocker frenetisch feiern. 
Zur guten Stimmung (und bestimmt auch zu den hohen Preisen) trägt unter anderem natürlich auch die „Vorband“ Alice Cooper bei - wann kommt man schon mal in den Genuss, den Meister des Gruselrocks im Vorprogramm zu erleben. Die Show und die Setlist wurde in der Rolle des Supporters zwar etwas abgespeckt, doch bei einer leicht reduzierten Alice Cooper Show bedeutet das immer noch eine musicalartige Horrorshow inklusive eines 5 Meter großen Frankensteinmonsters, einer lebenden Boa und der obligatorischen Hinrichtung durch die Guillotine. Musikalisch feuert der stimmlich immer noch überzeugende Endsechziger Alice Cooper seine größten Hits wie „No more Mr. Nice Guy“, „Poison“, „I´m Eighteen“ und „Schools Out“ ab und wird dabei von seiner hervorragenden Band begleitet, die mit 3 Gitarren für einen gewaltigen Sound sorgt. Vorneweg die hinreissende Nita Strauss, die blitzschnell herumwirbelt und den Beweis liefert warum sie derzeit in diversen Listen der heißesten und talentiertesten Gitarristinnen den ersten Platz belegt!
Was danach folgt, macht nicht den Eindruck als würde man einen Rockdinosaurier in den letzten Atemzügen sehen, die (größen)wahnsinnige Show macht vielmehr den Anschein als hätte Mötley Crüe erst letzte Woche ihr Hitalbum „Dr. Feelgood“ an die Chartspitze geschossen. Mit „Girls, Girls, Girls“ stürmen die Kings of Glam Metal die Bühne und präsentieren ein Konzert der Superlative, welches das exzessive und dekadente Leben der Bad Boys aus L.A. eins zu eins widerspiegelt. Immer wieder sprühen Flammen aus Metallspitzen, explodieren im Rhythmus Feuerwerkskörper im Hintergrund, betreten leichtbekleidete Backgroundsängerinnen die Bühne (u.a. Tommy Lees Verlobte Sofia) während Mick Mars seine Gitarre dämonisch aufheulen läßt, Tommy Lee auf die Drums drischt, Nikki Sixx zu „Shout at the Devil“ aus seinem Bass Flammen in den Himmel schickt und Vince Neil sich die Seele aus dem Leib schreit und über die Bühne rast, als wäre er noch 20 Jahre jünger und 20 Kilo leichter als es die Wirklichkeit erscheinen lässt. Generell sitzt alles auf den Punkt genau, die Kinderkrankheiten der ersten Gigs der Abschiedstour wurden behoben, die Crüe wirkt deutlich motivierter als bei ihrer letzten Deutschland-Tour im Jahr 2012, als Vince in Bamberg stocksauer die Bühne verließ, nachdem ihn ein Bierbecher traf und kurzerhand 3 Hits aus der Setlist strich. Diesmal findet man immer wieder ein Lächeln auf seinen Lippen (vor allem als sich bei „Looks that kill“ eine junge Dame vor seinen Augen entblößte). Jeder der Bandmitglieder bekommt dabei eine Plattform, um sich auf seine Weise zu präsentieren und die Interaktion mit den Fans zu suchen. So stellte Tommy Lee voller Stolz seinen Lebenstraum vor: eine Art Achterbahn auf der er sich um die eigene Achse drehend über die Köpfe der Zuschauer „fliegt“ und dabei zu Elektro- und HipHop-Beats das wohl dekadenteste Drumsolo der Rockgeschichte gibt, das Tommys Rockstar-Ego wenigstens annähernd gerecht wird. Die Menge rastet begeistert aus und sehen über den Musikbruch wohlwollend hinweg. Ob Eifersüchteleien und eine Art Wettrüsten dazu geführt haben, dass sich Bandgründer Nikki Sixx und Frontman Vince Neil für die letzte Phase der Abschiedstour noch zwei riesige Roboterarme installieren ließen, mit denen sie zum Finale des größten Hits „Kickstart my Heart“ durch die Halle schweben ist nicht bekannt, jedenfalls ist es ein imposanter Anblick die zwei in der Höhe thronen zu sehen während im Hintergrund die Bühne in die Luft zu fliegen scheint. 
Den größten Effekt erzielt für mich jedoch die geniale Idee, die Zugabe „Home Sweet Home“ auf einer winzigen Bühne inmitten der Halle in intimer Atmosphäre von den Zuschauern umringt zu spielen und damit nicht nur an die Anfänge der Band zu erinnern, als sie noch kleine Clubbühnen bespielte, sondern sich mit einem letzten emotionalen Höhepunkt von ihren Fans zu verabschieden. 
Am nächsten Morgen wache ich mit dem Gefühl auf, einen sehr kranken abgefahrenen Traum gehabt zu haben, doch als ich meinen neues Merchandising-Shirt und den leeren Geldbeutel entdecke, weiß ich, dass ich in Zukunft voller Inbrunst Nikki Sixx´ Worte zitieren kann: „Fuck You! I´m a Crüehead and I was at the last fuckin´ concert in Stuttgart ever!“













Dienstag, 9. Juni 2015

MÖTLEY CRÜE - EUROPA / DEUTSCHLAND TOUR DATES

Während einer Pressekonferenz in London gaben Mötley Crüe und Tourpartner Alice Cooper heute ihre allerletzten Tourtermine in Europa bekannt, die durch ein Voting-Verfahren von den Fans bestimmt wurden. Darunter 3 letzte Auftritte in Deutschland, da soll es auch keinen stören, dass Europa kurzerhand um Abu Dhabi erweitert wurde. And the Winner is:

Nov 02: Newcastle Metro Radio Arena, UK 
Nov 03: Manchester Arena, UK
Nov 04: Birmingham Genting Arena, UK
Nov 06: London SSE Arena Wembley, UK
Nov 08: Stuttgart Schleyerhalle, Germany
Nov 09: Basel St Jakobshalle, Switzerland
Nov 10: Milan Mediulanum Forum, Italy
Nov 12: Monte Carlo Monaco Sporting Club, Monaco
Nov 13: Munich Zenith, Germany
Nov 14: Dusseldorf ISS Dome, Germany
Nov 16: Stockholm Ericcson Globe, Sweden
Nov 18: Helsinki Hartwall Arean, Finland
Nov 20: Abu Dhabi Arena, UEA



Donnerstag, 28. Mai 2015

MÖTLEY CRÜE - EUROPA TOUR

Nach unendlichem Warten ist es nun tatsächlich soweit: Mötley Crüe bestätigt erstmals, dass sie mit ihrer Final Tour auch die vernachlässigt gefühlten europäischen Fans beglücken werden und neben den 3 bisher angekündigten Festivalgigs einige reguläre Konzerte (inklusive Alice Cooper als Support) spielen werden. Eine kleine Hürde gibt es allerdings noch zu bewältigen, denn die Fans werden eingeladen sich auf dem Link http://demand.motley.com demokratisch für eine Auswahl an Städten zu entscheiden, darunter auch 6 Städte in Deutschland. Wenn man den restlichen Tourneeplan betrachtet, kommt als Zeitraum voraussichtlich Oktober/November in Frage. Also ran an die Tasten und fleißig voten, sonst schnappen uns noch die Finnen, Schweden und Engländer die allerletzten Auftritte in Europa weg! 


Dienstag, 20. Januar 2015

MÖTLEY CRÜE - BREAKING NEWS

Die Bad Boys aus L.A. haben soeben in der amerikanischen Sendung "Fox & Friends" ihre allerallerletzten Konzerttermine der Final Tour bekanntgegeben und zudem das offizielle Video ihres "neuen" Hits "All bad things..." veröffentlicht (der ab sofort zudem auf iTunes zu erwerben ist). Nach dieser Planung wird Mötley Crüe am Silvesterabend in Los Angeles die letzte gemeinsame Bühnenshow ihrer Karriere spielen. Bis auf 3 Auftritte bei Festivals (Nova Rock, Download, Sweden Rock) wurden bisher keine weiteren Termine in Europa angekündigt, dementsprechend groß ist die Enttäuschung der europäischen Crüe-Fans auf Facebook und Twitter.
Edit: inzwischen haben Tommy Lee und Nikki Sixx reagiert und auf Twitter angekündigt, dass weitere Europa-Dates folgen werden.

Dienstag, 8. Juli 2014

MÖTLEY CRÜE - The Final Tour

Letzte Woche begann nun das letzte Abenteuer der „berüchtigsten Rockband der Welt“, Mötley Crüe, die in Grand Rapids / Michigan ihre „Final Tour“ startete. Das gut zweistündige Programm verspricht eine imposante Pyro- und Lightshow der Extra-Klasse, sowie weitere Specials, wie z.B. Nikki Sixx´ flammenwerfenden Bass, Schlagzeuger Tommy Lees neues Spielzeug, ein Roller Coaster auf dem er teilweise kopfüber über die Zuschauermenge fährt, Konfetti-Regen, die obligatorischen Girls Girls Girls auf der Bühne und eine gelungene Setlist, in der neben den üblichen Klassikern auch einige selten gespielte Songs, wie das Sex Pistols-Cover „Anarchy in the U.K.“, „On with the Show“ oder die Ballade „Without You“ auftauchen. 
Ok, der Start war schon etwas holprig, die Opening-Show mußte insgesamt dreimal unterbrochen werden, nachdem es u.a. Tommy Lee bereits beim dritten Lied gelang, seine Drums zu demolieren und Mick Mars zwischenzeitlich das Intro des 33 Jahre alten Klassikers „Too fast for Love“ vergessen hat. Beim zweiten Stopp in Milwaukee stellte sich zudem heraus, dass Tommys sogenanntes „Cruecifly“ nicht in allen gebuchten Locations technisch umsetzbar ist. Auf die Idee, sich im Vorfeld darüber Gedanken zu machen, kam der Tourmanager scheinbar nicht… Nun muss man einfach darauf gefasst sein, auf nichts gefasst sein zu können wenn man eine Show der vier Chaoten aus L.A. besucht, die - wie dem aufmerksamen Leser der Bandbiographie „The Dirt“ bekannt sein wird - auch in ihrer 33jährigen Karriere gelinde gesagt keinen Tiefpunkt ausließen (von mehrmaligen Gefängnis-Aufenthalten bis hin zu Nikki Sixx´ kurzzeitigen klinischen Tod) und sich nicht unbedingt als die personifizierte Perfektion einen Namen machten. Schließlich handelt es sich hier um rohen anarchistischen Rock ´n´ Roll und nicht um ein glattgeföhntes Justin-Bieber-Konzert! Bei meinen bisherigen 4 Konzerten hat es mich bisher nie gestört, wenn mal ein Lied verhunzt wurde oder Sänger Vince Neil die Lyrics gerne etwas abkürzt - ich hab als langjähriger Fan jede ihrer explosiven Shows genossen! Weitaus unverständlicher ist für mich dagegen, dass die Truppe aus Hollywood zu Beginn ihrer allerletzten Tour lieber die von Justin Moores gesungene Country-Version von „Home Sweet Home“ (die erste Single-Auskopplung des mehr als unnötigen Mötley-Tribute-Albums im Country-Stil) bewarben, statt ihren brandneuen Song „All bad things“ zu veröffentlichen, von dem auf Youtube mittlerweile immerhin Live-Aufnahmen kursieren und gestern eine Preview der Studio-Aufnahme gepostet wurde (Siehe unten).
 Es ist zu erwarten, dass die Kinderkrankheiten der ersten Konzerte bis zu der angekündigten Europa-Tour im Jahr 2015 behoben sein werden. Und selbst wenn doch wieder alles aus dem Ruder laufen sollte - it´s only Rock ´n´ Roll … but I like it!

In Vorfreude auf das Konzertjahr 2015 - euer Grand Glam