Dienstag, 10. Februar 2015

AC/DC - Chris Slade is back!

„The drum stool is under old management“, so verkündete Chris Slade seine spektakuläre Rückkehr zu AC/DC, die sich nicht nur auf den umjubelten Auftritt bei den Grammys beschränkt, sondern auch für die „Rock or Bust“-Tour in 2015 gültig ist. Chris Slade, der bereits von 1989-1994 Schlagzeuger der Band war und u.a. im Video zu „Thunderstruck“ auf seine beiden Special Bass Drums auf Schulterhöhe drischt als gäb es kein Morgen, ersetzt damit den bisherigen Drummer Phil Rudd, von dem sich die Band nach dessen Gerichtsprozessen und Drogengerüchten offiziell distanzierte.
Slade genoss auch nach der damaligen Trennung immer noch hohes Ansehen bei den Fans, genauso wie bei Gründungsmitglied Angus Young, der ihn als den „besten Musiker, der jemals bei AC/DC gespielt hat“ bezeichnete. 


Dienstag, 20. Januar 2015

MÖTLEY CRÜE - BREAKING NEWS

Die Bad Boys aus L.A. haben soeben in der amerikanischen Sendung "Fox & Friends" ihre allerallerletzten Konzerttermine der Final Tour bekanntgegeben und zudem das offizielle Video ihres "neuen" Hits "All bad things..." veröffentlicht (der ab sofort zudem auf iTunes zu erwerben ist). Nach dieser Planung wird Mötley Crüe am Silvesterabend in Los Angeles die letzte gemeinsame Bühnenshow ihrer Karriere spielen. Bis auf 3 Auftritte bei Festivals (Nova Rock, Download, Sweden Rock) wurden bisher keine weiteren Termine in Europa angekündigt, dementsprechend groß ist die Enttäuschung der europäischen Crüe-Fans auf Facebook und Twitter.
Edit: inzwischen haben Tommy Lee und Nikki Sixx reagiert und auf Twitter angekündigt, dass weitere Europa-Dates folgen werden.

Samstag, 17. Januar 2015

MARILYN MANSON - THE PALE EMPEROR

Der Antichrist startet mit einem neuen Album namens „THE PALE EMPEROR“ in das neue Jahr und löst bei Kritikern und seinen Fans kontroverse Diskussionen in den sozialen Netzwerken aus. Die einen stören sich an der ständigen musikalischen Neuausrichtung und vermissen die harten Töne der vergangenen Tage, welche radiotauglicheren Popsounds gewichen wären, die anderen werfen ihm bzw. der neuen Platte Einfältigkeit und mangelnde Kreativität vor. Und wiederum andere feiern „The Pale Emperor“ als sein bestes Album seit langem und als Wiedergeburt von Marilyn Manson. Der Fürst der Finsternis versteht es immer noch zu polarisieren, wenn auch nicht mehr so extrem wie in den Schockerzeiten der 90er Jahre. Ich war nie ein eingefleischter Hardcore-Fan, der aus Solidarität die Augenbrauen abrasiert und dessen Regal von allen 9 Studioalben geschmückt wird, aber dennoch war ich stets ein Sympathisant des „Teufels“, der von Brian Hugh Warner erschaffenen Kunstfigur „Marilyn Manson“ und einiger seiner musikalischen Werke insbesondere des von Glamrock beeinflußten Albums „Mechanical Animals“. Daher hab ich den Vorteil, mich völlig unvoreingenommen an die Neuveröffentlichung ranzutasten und muss nach dem ersten Durchhören sagen, dass ich die Kritik und Aufregung nicht verstehen kann, sondern von den neuen Songs sofort gepackt werde!

Der 46jährige Manson wirkt zwar musikalisch gereift und vermeintlich zahmer, er konzentriert sich auf das Wesentliche und gestaltet die Songs weitgehend minimalistischer als auf den Vorgängeralben, aber die Songs klingen dennoch nicht weniger düster und man kann nicht abstreiten, dass es sich immer noch um den typischen finsteren Manson-Sound handelt, der lediglich neu arrangiert und verpackt wird. Man spürt einen Blues-Einfluss im Gitarrenspiel von Tyler Bates, der auch maßgeblich am Songwriting und an der Produktion beteiligt war. Bisher machte sich dieser neue kongeniale Partner vor allem als Komponist von Soundtracks wie z.B. für „300“ oder „Guardians of the Galaxy“ einen Namen, was Manson sehr entgegenkommt wie er kürzlich in einem Interview betonte: „Ich habe immer versucht, Platten zu machen die wie Filme klingen.“
Das bereits als Single veröffentlichte „Deep Six“ ist sicherlich der Hit und das Schmuckstück des Albums und repräsentiert zugleich ziemlich gut den Stil-Mix der neuen Richtung und vollführt den Spagat zwischen früher und jetzt: der Song startet mit einem eingängigen Beat und Mansons Flüster-Stimme, geht über in eine Passage in der sich Manson wie früher zu Metal-Gitarren die Seele aus dem Leib brüllen kann und mündet schließlich in einem melodiösen catchy Refrain, der unter die Haut geht und sich erbarmungslos im Ohr festnagt. „Cupid Carries a Gun“ geht in die gleiche Richtung: eine melancholische Strophe à la „Sweet dreams“, die sich immer mehr steigert und in einen starken Refrain übergeht der ähnlich emotional packend ausfällt wie „Deep Six“. Dabei klingt immer ein bißchen Manson meets Bowie durch. Unter dieser Kategorie läuft auch „The Devil Beneath My Feet“ welches mit einem groovigen Beat startet, der meinen Fuß unweigerlich mitwippen lässt, bevor Mansons cooler und abgefuckter Gesang einsetzt. Eine tanzbare Manson-Nummer, die sich weitestgehend auf Drums, Bass und Gesang beschränkt und die auch Nachts um drei aus den Boxen eines versifften Indie-Clubs dröhnen könnte. Generell ist der groovige vorantreibende Beat mit den obligatorischen Clap-Claps ein hervorstechendes Merkmal auf der neuen Scheibe. Die Stärke von „The Pale Emperor“ liegt vor allem in dem dramaturgischen Aufbau, welcher neben den lauteren Nummern ebenfalls langsamere Songs mit akkustischen oder angezerrten Gitarrenchords beinhaltet, wie „Third day of a seven day binge“, „Warship my wrack“ und „Day 3“, die auch als Untermalung eines Roadmovies oder eines dreckigen Tarantino-Westerns funktionieren würden und die musikalische Entwicklung von Manson unterstreichen.

Insgesamt bildet das Album eine Mischung aus groovigen Beats, elektronischen Einflüssen, Heavy-Gitarren, melodiösen und eingängigen Refrains mit bluesigen Elementen, einer Brise David Bowie und der typischen finsteren bedrückenden Stimmung und Mansons unverwechselbare Stimme. - Für mich ein Geniestreich, durch den man nicht daran vorbeikommt, Manson als Künstler und Musiker zu schätzen! Der Fürst der Finsternis ist zurück!

























Marilyn Manson - The Pale Emperor
Tracklist:

01. Killing Strangers
02. Deep Six
03. Third Day Of A Seven Day Binge
04. the Mephistopheles Of Los Angeles
05. Warship My Wreck
06. Slave Only Dreams To Be King
07. The Devil Beneath My Feet
08. Birds Of Hell Awaiting
09. Cupid Carries A Gun
10. Odds Of Even

Deluxe Version:
11. Day 3  
12. Fated, Faithful, Fatal   
13. Fall Of The House Of Death  

Montag, 24. November 2014

Billy Idol - Konzertbericht Stuttgart

Mittwoch Abend war endlich mal wieder Zeit für einen gepflegten Männerabend - und was bietet sich dafür mehr an, als ein paar Bier (zum einmaligen Schnäppchenpreis von 5 Euro) zu kippen und lauthals die 80er-Hits von Billy Idol mitzugrölen, wenn dieser schon mal höchstpersönlich in Stuttgart gastiert? Auf diese grandiose Idee kamen wohl noch mehr, so fällt beim Betreten der leider nur halb besetzten Porsche-Arena der hohe Männeranteil abseits der Ü40 auf. Selbst die letzten weiblichen Groupies, die beim Konzert vor 9 Jahren noch mit hochgerissenen Shirts um die Aufmerksamkeit des Sexsymbols der 80er und 90er Jahre buhlten, scheinen inzwischen entweder zu One Direction gewechselt zu haben oder zuhause die Kinder zu hüten. Doch der Testosteron-geladenen Stimmung tut dies keinen Abbruch, was man bereits an dem gelungenen Auftakt der Vorband „The Dough Rollers“ merkt, die kräftig einheizt bevor der ewige Rebell Billy Idol mit seinem neuen Song „Postcards from the Past“ die Bühne erobert. Der Punker der ersten Stunde, der Ender der 70er in England mit der Band „Generation X“ seine Karriere begann und damals zusammen mit den „Sex Pistols“ die Punkrevolution vorantrieb, ist immer noch bestens in Form - sowohl stimmlich als auch körperlich. Auf den üblichen Schnickschnack wie eine Videoleinwand und sonstige Gimmicks wird weitgehend verzichtet, was man während des zweistündigen Sets aber auch nicht wirklich vermisst. Zu sehr ist man damit beschäftigt, das reiche Angebot der Hits zu feiern, die Schlag auf Schlag folgen („Cradle of Love“, „Dancing with myself“, „Flesh for Fantasy“, „Ready Steady Go“,...) und den charismatischen Sänger zu erleben, der sich gewohnt volksnah gibt, das Publikum mit seinen „Yeahs“ und „C´mons“ antreibt, diabolisch in die Menge grinst und während Gitarrensoli und Pausen gerne mal Autogramme für die ersten Reihen schreibt - wenn er sich nicht gerade zum 11. Mal umzieht. Durch seinen kongenialen Partner an der Gitarre, Steve Stevens, der in alten Zeiten den Riff zu Michael Jacksons „Dirty Diana“ beisteuerte und dem „Top Gun“-Soundtrack zu einem Oscar verhalf, klingen die Nummern sofort zwei Stufen rockiger als auf dem Album und sogar die Songs der etwas softer geratenen neuen Scheibe „Kings & Queens of the Underground“ gliedern sich perfekt in die Setlist ein und wirken plötzlich wie typische Billy Idol-Hits. Nachdem die Fans es ihrem „Idol“ nach dem Höhepunkt der Show „Rebel Yell“ am liebsten gleichtun würden, in Ekstase das Shirt vom Leib zu reißen, legt dieser mit „White Wedding“ und „Mond Mony“ zwei weitere Kracher nach und beschließt mit seinem Versprechen im nächsten Jahr zurückzukommen einen perfekten Männerabend.


Mittwoch, 19. November 2014

Lenny Kravitz - Konzertbericht Stuttgart 2014

Es war der Moment des Abends, als Lenny Kravitz während des Titelsongs seines Debut-Albums „Let Love rule“ einen Ausflug zu den Zuschauerplätzen rechts und links von der Bühne unternahm und dadurch die abseits liegenden Sitzplätze zwischenzeitlich zur ersten Reihe upgradete. Im Anschluss erntete er dafür frenetischen Applaus von allen Rängen, das Eis war endlich gebrochen, nachdem der gebürtige New Yorker in den knapp 2 Stunden zuvor - hinter einer dicken Sonnenbrille versteckt - perfekt den unnahbaren Rockstar mimte, sich in Jack Sparrow-Manier am Mikrofon entlangschlängelte und hin und wieder die üblichen Floskeln à la „it´s a pleasure to be here“ nuschelte. Musikalisch überzeugte Lenny Kravitz, der auf den Studioalben die meisten Instrumente selbst einspielt, mit seiner zehnköpfigen Liveband von Anfang an und bot einen bunten Mix aus Klassikern wie „Always on the run“, Charts-Hits wie „Fly away“ und „It ain´t over ´til it´s over“ und neuen Lieder aus dem aktuellen Album „Strut“. Die Songs drifteten dabei öfters in nicht endende Wiederholungen, Variationen, und Improvisationen, und bis jeder Saxophonist und Keyboarder sein Solo zum Besten gab, konnte ein Lied auch schnell mal 15 Minuten dauern. Musikalisch wie gesagt auf höchstem Niveau, durch die Überlängen der Songs wurden allerdings weitere populäre Lieder wie „Where are we running“, „Mr. Cab Driver“ oder „Rockstar City Life“ aus der Setlist gestrichen, die insgesamt 14 Lieder beinhaltet. Das ist wahrlich Jammern auf hohem Niveau. Die Band bestehend aus großartigen Musikern schenkte den Fans in der Stuttgarter Schleyerhalle ein mehr als solides Rockkonzert, eine beeindruckende Video- und Lightshow und mit „Are you gonna go my way“ ein Finale, das die Menge synchron in die Luft springen ließ.


Sonntag, 28. September 2014

SLASH - World on Fire

SLASH (feat. Myles Kennedy and the Conspirators) meldet sich mit seinem neuen Album „World on Fire“ eindrucksvoll zurück, wobei er nahtlos an den Stil und die Qualität des Vorgänger-Albums „Apocalyptic Love“ anknüpft und im Rennen um das Rockalbum des Jahres schon mal seinen Zylinder in den Ring wirft. Nach Jahren der Unbeständigkeit seit dem Ausstieg bei Guns N´ Roses (Slashs Snakepit, Velvet Revolver, Slashs Soloalbum mit diversen Sängern), hat er in der Zusammenarbeit mit Myles Kennedy endgültig seine 2. Familie und neue musikalische Heimat gefunden. Von der ersten Sekunde an gibt Gitarrengott Slash auf dem neuen Werk Vollgas und brennt in den insgesamt 17 Songs ein regelrechtes Rock´n´Roll-Feuerwerk ab, so dass der Zuhörer nur bei den langsameren Balladen "Bent to fly" und "Battleground" eine kurze Verschnaufpause findet. Wer an "Apocalyptic Love" Gefallen gefunden hat und auf puren powergeladenen Rock ´n´ Roll steht, wird also auch vom neuen Album begeistert sein und insgesamt 1 Stunde 17 Minuten bestens unterhalten sein ohne die "Skip"-Taste in Anspruch nehmen zu müssen.

Playlist:
1.   World on Fire
2.   Shadow Life
3.   Automatic Overdrive
4.   Wicked Stone
5.   30 Years to Life
6.   Bent to Fly
7.   Stone Blind
8.   Too Far Gone
9.   Beneath the Savage Sun
10. Withered Delilah
11. Battleground
12. Dirty Girl
13. Iris of the Storm
14. Avalon
15. The Dissident
16. Safari Inn
17. The Unholy


















Mittwoch, 20. August 2014

Buckcherry - "Fuck" EP

Wenn man die Tracklist der nun weltweit veröffentlichten EP der Hardrocker von Buckcherry betrachtet, wird unweigerlich klar, dass die Band auf der Suche nach ihrem Lieblingswort definitiv fündig geworden ist. Das Wörtchen "Fuck" wird in den 6 Songs im gewohnten aggressiven Buckcherry-Style wahrlich in allen Variationen zelebriert und dient zudem als EP-Titel. Auf www.buckcherry.com lässt sich seit heute die aktuelle Single "Say fuck it", ein Cover des letztjährigen Charterfolgs "I love it" von Icona Pop, begutachten. Bleibt nur zu sagen: Fuck Yeah!

Tracklist:

01. Somebody Fucked With Me
02. Say Fuck It
03. Motherfucker
04. I Don´t Give A Fuck
05. It´s A Fucking Disaster
06. Fist Fuck